Ein Interview mit Geraldine Herrel

Geraldine hat 2012 Cosplay für sich entdeckt. Sie hat Mangabücher gelesen und mitbekommen, dass in Japan viele Jugendliche und junge Erwachsene Figuren aus Büchern oder Filmen zu Kostümen verarbeiten.

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Die Charaktere sollten zum Typ, zur Person, zum Menschen darunter passen und werden von ihr dementsprechend ausgewählt. So ist auch das Computerspiel League of Legends eine weitere, spannende Inspirationsquelle.

Wir mussten das unbedingt ganz genau wissen und baten Geraldine zu einem Interview:

Woher hast du die Motivation?

Geraldine: Es macht einfach Spaß: Das Prozedere des Kostümaufbaus, das kreative Nachdenken und Tüfteln. Die Logistik muss bedacht werden: Passen alle Teile des Kostüms ins Auto/Zug beispielsweise. So ein Kostüm muss stabil sein. Außerdem macht es Spaß, in die Rolle des Kostüms zu schlüpfen.

Viel mehr Menschen kommen auf einen zu, stellen Fragen und sind neugierig. Dadurch ergeben sichauch immer wieder neue Kontakte. Wichtig sind die Treffen mit Gleichgesinntenund Freunden – also insgesamt ein großer sozialer Faktor. Zugleich wächst mit der Zeit auch das Selbstwertgefühl und ebenso die Fachkompetenz.

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Wie gehst du bei der Motiventwicklung vor?

Geraldine: Figur aussuchen  als Vorlage gute Bilder suchen. Storyboard schreiben: Wann muss welches Kostümteil in welcher Reihenfolge gearbeitet werden. Daraus ergibt sich eine Abarbeitungsliste mit einer Schritt-für-Schritt-Planung. Zuerst werden die  wichtigsten Elemente, charakteristischen Merkmale gearbeitet. Die Feinheiten erfolgen meist später. Auch ist so ein Kostüm nie wirklich fertig. So kann es immer wieder verbessert oder verändert werden, da sich alte Teile immer wieder neu bearbeiten lassen.

Woher bekommst du deine Materialien?

Geraldine: Stoffläden und Bastelläden. Gerade in Bastelläden steht viel Material zur Auswahl: wie Farben, PappArt- und Styroporformen, Pappmachepulver, Gießharz, Textilbänder, 3D Lacke, Effektfarben und Moosgummi, das häufig für einen Sandwichaufbau mit Creaflexx genutzt wird, um Material zu sparen.

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Wie viel Zeit nimmst du dir für dieses Hobby?

Geraldine: Täglich sicherlich 1,5 Stunden und je nach Kostüm über 2-3 Monate. Durch die Vielfältigkeit – Nähen – Basteln –Konstruieren– Zweckentfremden– wird nie ein Tag gleich.

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Wo präsentierst Du deine Kostüme?

Geraldine: Auf Conventions, wie auf der Leipziger Buchmesse, die sogar eine eigene Halle für Cosplayer hat. Dann gibt es die Hanami Convention in Ludwigshafen, den Japantag in Düsseldorf, Gamescom in Köln oder die Comic con in Stuttgart.

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Welches Projekt beginnst du demnächst?

Geraldine: Ein einfacheres: Daenerys Targaryen, Mutter der Drachen aus der Fantasie-Reihe Game of Thrones (GoT).Ein aufwändigeres: Fiora, ein rüstungsintensiver Charakter aus dem Spiel League of Legends.

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